Woche vom 01.07.2021 bis 07.07.2021

Fr 2.7. - So 4.7. 16.30 Uhr Großer Saal
Yakari – Der Kinofilm
F, D 2020 Regie: Xavier Giacometti & Toby Genkel
82 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Seit mehr als 40 Jahren erlebt der kleine Yakari seine Abenteuer in den Comics
von Job und Derib, die auch hierzulande zu den beliebtesten Geschichten für
Kinder gehören. Bereits im Jahr 2005 gab es eine Zeichentrickserie mit Yakari,
nun kommt der Junge aus dem Stamm der Sioux auch ins Kino. Hier erlebt man
mit, wie er seine Gabe erhält, mit den Tieren reden zu können. Das Ergebnis
ist ein schöner, kindgerechter Film, der auf klassischen Zeichentrick setzt.

Do 1.7. + Fr 2.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Sa 3.7. + So 4.7. 21.15 Uhr Großer Saal
Neues aus der Welt
USA 2020 Regie: Paul Greengrass
118 Minuten Tipp
Der Amerikanische Bürgerkrieg ist seit fünf Jahren vorbei. Der Kriegsveteran
Captain Kidd (Tom Hanks) verdient sich sein Geld, indem er in Texas von
Ortschaft zu Ortschaft umherzieht, um „Neues aus der Welt“ zu verlesen. So
trifft er ein junges Mädchen namens Johanna (Helena Zengel ) . Sie lebte
jahrelang beim Indianerstamm der Kiowa, der zuvor ihre deutschstämmigen
Eltern umbrachte. In Papieren erfährt Kidd ihren richtigen Namen und sieht,
dass ihre Familie 400 Meilen entfernt noch lebt. Auf dem beschwerlichen Weg
über trügerisches Terrain entwickelt sich ein Band der Freundschaft zwischen
dem ungleichen Duo. Darsteller: Tom Hanks und Helena Zengel – Systemsprenger
– wurde für ihr Spiel für den Golden Globe nominiert

Do 1.7. + Fr 2.7. 21.30 Uhr Großer Saal
Und morgen die ganze Welt
D, Frankreich 2020 Regie: Julia von Heinz
111 Minuten
Luisa (Mala Emde) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im
ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland.
Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit
populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich
klar gegen die neue Rechte zu positionieren. Schnell findet sie Anschluss
bei dem charismatischen Alfa und dessen besten Freund Lenor: Für die beiden
ist auch der Einsatz von Gewalt ein legitimes Mittel, um Widerstand zu
leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss
entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale
Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte. - Mala Emde wurde auf
den Filmfest in Venedig für ihre Darstellung ausgezeichnet.

Sa 3.7. + So 4.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Der geheime Garten
USA 2020 Regie: Marc Munden
100 Minuten ab 6 Jahren
F. H. Burnetts Jugendroman „The Secret Garden“ ist weltberühmt. Die
Geschichte eines kleinen Mädchens, das nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern
bei ihrem kaltherzigen Onkel Archibald unterkommt, auf dessen Grundstück sie
jedoch einen geheimnisumwitterten Garten findet, der sich nach kurzer Zeit
als magisches Paradies entpuppt und in dem sie ihre Lebensfreude
wiederentdeckt. Mary beschließt, dieses Geheimnis mit Archibalds krankem
Sohn und ihrem neuen Freund Dickon zu teilen. Fortan verbringen die drei
Freunde viel Zeit dort und langsam eröffnet sich ihnen der Blick in eine
positive Zukunft… Darsteller: Dixie Egerickx, Colin Firth, Julie Walters

Do 1.7. - So 4.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Love Sarah
GB, D 2020 Regie: Eliza Schroeder
98 Minuten
Regisseurin Eliza Schroeder gelang hier eine wunderbare Tragikomödie mit Herz
und Humor. Ihr sympathisches britisches Feelgood-Movie, das drei
Frauengenerationen in die Welt der Konfiserie begleitet, ist nicht nur
Augenschmaus. Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein
wachsen Stück für Stück neue Liebe und Hoffnung. Die kulinarischen
Köstlichkeiten, die eigens vom Spitzenkoch Yotam Ottolenghi für den Film
kreiert wurden, lassen jedem das Wasser im Munde zusammen laufen.

Mo 5.7. - Mi 7.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Es ist zu deinem Besten
D 2020 Regie: Marc Rothemund
92 Minuten Tipp
Arthur (Heiner Lauterbach) ist ein konservativer, wohlhabender
Wirtschaftsanwalt, Kalle (Jürgen Vogel) ein zu Wutausbrüchen neigender
Bauarbeiter und Yus (Hilmi Sözer) ein harmoniebedürftiger Physiotherapeut.
So unterschiedlich die drei Männer auch sein mögen, es eint sie der Missmut
über ihre potenziellen Schwiegersöhne: Arthurs Tochter Antonia will den
linken Weltverbesserer Alex heiraten, Kalles Tochter Luna liebt den deutlich
älteren Aktfotografen Ernesto und Yus‘ Tochter Sophie schwänzt die Schule,
um mit dem Drogendealer Andi rumzuhängen. Die selbst ernannten „Super-
Schwäger“ wollen ohne das Wissen ihrer Frauen und Töchter versuchen, die
Schwiegersöhne in spe loszuwerden – komme was wolle... Komödie in
Starbesetzung.

Mo 5.7. - Mi 7.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
In the Mood for Love
Korea 2000 Regie: Wong Kar-Wai
91 Minuten Der besondere Film
Hongkong 1962: Der ambitionierte Zeitungsredakteur Chow (Tony Leung ) und
die scheue Sekretärin Li-zhen (Maggie Cheung) können sie sich wegen der
Wohnungsnot in Hongkong nur ein untervermietetes Zimmer bei einer fremden
Familie leisten. Zufälligerweise ziehen sie am gleichen Tag ins selbe
Mietshaus ein und wohnen Tür an Tür. Da ihre Ehepartner fast nie zu Hause
sind, entwickelt sich allmählich eine von unterschwelliger Sehnsucht
geprägte Freundschaft zwischen den allein Gelassenen. Eine nahezu klassische
Liebesgeschichte mit traurigem Ausgang, ein nostalgischer Traum, der den
Zuschauer einhüllt, umfließt und wie mitnimmt auf eine Reise in ästhetische
Welten und große Gefühle. Zugleich aber erweist sich Wong Kar-Wai als
Meister der kleinen Gesten, die den Film davor bewahren, allzu sehr ins
Emotionale oder Kitschige abzugleiten. Ein hypnotisches Filmerlebnis und
einer der perfektesten Liebesfilme aller Zeiten.

Mo 5.7. - Mi 7.7. 21.15 Uhr Großer Saal
Lindemann – Live in Moskau
D 2021 Regie: Serghey Grey
90 Minuten
Es war vermutlich eines der allerletzten Konzerte der alten Zeitrechnung, die
große Party vor dem weltweiten Shutdown:Am 15. März 2020 nehmen Rammsteins
Sänger Till Lindemann und der in vielen Instrumenten bewanderte schwedische
Produzent Peter Tägtgren die Bühne in Moskaus VTB Arena im Sturm. Zwei Shows
spielen sie, bevor derart große Konzerte für lange Zeit weltweit nicht mehr
möglich sind.
Woche vom 08.07.2021 bis 14.07.2021

Do 8.7.- So 11.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Mo 12.7.- Mi 14.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Ich bin dein Mensch
D 2021 Regie: Maria Schrader
105 Minuten
Die Vorteile von Technik statt menschlichem Kontakt - in der Partnerschaft.
Die romantische Komödie konfrontiert die sehr eigenständige Forscherin Alma
mit einem humanoiden Roboter als Partner. Ein kluger Film über eine
unabhängige Frau von heute.- „Wie ein gelungener Flirt, keine Szene, keine
Geste ist ohne Bedeutung, und ständig gibt es etwas zu lachen.“ (SZ) "Es
ist
ein Gedankenspiel, das mit Witz und Charme von allzu Menschlichem erzählt.
Raffiniert hinterfragt dieser Film unsere ganz realen Beziehungsmuster, hält
uns Menschen den Spiegel vor. Ein Kunstgriff, der den Spieß einmal umdreht
und
den Mann zum Objekt macht, ganz auf weibliche Bedürfnisse eingestellt."
(heute journal) Darsteller: Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller

Do 8.7.- So 11.7. 21.30 Uhr Großer Saal
Bad Luck Banging or Loony Porn
Rumänien 2021 Regie: Radu Jude
106 Minuten
Seit Jahren ist Radu Jude einer der interessantesten Vertreter des
rumänischen
Kinos, nun wurde sein Film „Bad Luck Banging or Loony Porn“ mit dem Goldenen
Bären der Berlinale ausgezeichnet. Ein verdienter Sieg in einem starken
Wettbewerb, denn Judes Satire über die Abgründe der Sozialen Medien, Cancel
Culture und Corona trifft mit Witz und pointierter Beobachtung den Nerv der
Zeit. - Es ist der Sommer 2020, fast alle Menschen tragen Masken, Corona
prägt
den Alltag, belastet die Psyche. Vielleicht deswegen sind die Nerven
gereizt,
immer wieder kommt es zwischen Passanten zu Streits, kocht die Aggressivität
hoch, werden sich immer wieder auch sexualisierte Beschimpfungen an den Kopf
geworfen.

Do 8.7. - So 11.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Schwesterlein
Schweiz 2020 Regie: Stéphanie Chuat und Véronique Reymond
100 Minuten
Das Drama „Schwesterlein“ ist die offizielle Einreichung der Schweiz für das
Oscar-Rennen im Jahr 2021. Erzählt wird die Geschichte zweier Geschwister,
beide Künstler, einer von ihnen jedoch todkrank. Lars Eidinger spielt den
Leukämiekranken, Nina Hoss seine Schwester. Sie bringen die
Seelenverwandtschaft ihrer Figuren perfekt auf den Punkt. Er ist
Schauspieler,
sie Theaterautorin, beide haben Sehnsüchte, die in ihrem jeweiligen Leben
nicht befriedigt werden. - Ein kraftvolles Drama, in dem es nicht nur um das
Sterben eines Menschen geht. Mehr noch geht es um das, was einem am Leben
erhält – zumindest, was den Geist betrifft.

Mo 12.7.- Mi 14.7. 19.00 Uhr Großer Saal
So weit – Der Film
D 2021 Regie: Till Seifert
75 Minuten
„Der Satz ‚du kannst alles schaffen was du willst‘ ist totaler Quatsch. Aber
man kann in der Tat viel mehr schaffen als man denkt. Und ich wollte in
einem Jahr, in dem für so viele Menschen alles stillstand, nicht mehr
stillstehen und einfach probieren was geht“, sagt der 28-jährige
Singer-/Songwriter Till Seifert. Entstanden ist ein Film über einen Musiker,
der 1400 km durch ganz Deutschland radelt (in nur einem Gang!), ohne
jemalszuvor viel auf seinem Drahtesel gesessen zu haben – und dabei ist die
Zugspitze so weit weg von Flensburg…Ein Film, der Lust macht auf
Deutschland, sich selber, und seine eigenen Grenzen neu zu entdecken. Aus
einer verrückten Idee wird eine verrückte, lebensverändernde Erfahrung.

Mo 12.7.- Mi 14.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Das Arvo Pärt Gefühl
Niederlande 2019 Regie: Paul Hegeman
75 Minuten Der besondere Film
ArvoPärt, der berühmteste lebende Komponist unserer Zeit, gilt als so etwas
wie ein Einsiedler. Bei der Arbeit scheint er jedoch das genaue Gegenteil zu
sein, denn er verbindet seine unglaubliche Sensibilität mit Humor und
Energie.
Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Cello-Oktett Amsterdam bildet das
Herzstück dieses Dokumentarfilms, der ein helles Licht auf das Universum von
Pärt wirft. Ein Universum, das nicht nur klassische Musiker wie Tõnu
Kaljuste,
Candida Thompson oder Daniel Reuss fasziniert. Sie alle sind auf der Suche
nach dem Pärt-Gefühl, nach dem was Arvo Pärts Musik so einzigartig macht. Am
11. September 2020 feiert Arvo Pärt seinen 85. Geburtstag.
Woche vom 15.07.2021 bis 21.07.2021

Do 15.7. - So 18.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Mo 19.7. - Mi 21.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Und täglich grüßt die Liebe
Australien 2020 Regie: Josh Lawson
100 Minuten
Der chronische Aufschieber Teddy wacht am Tag nach seiner Hochzeit in einem
Parallelleben auf, in dem er alle paar Minuten ein Jahr in die Zukunft
springt.
Ihm wird nicht nur bewusst, wie rasend schnell die Zeit verrinnt, sondern
auch
dass er sein bisheriges Leben verschwendet hat und zum Egoisten geworden
ist.
Endlich wird ihm klar, was wirklich zählt und er beschließt, jeden Moment
voll
auszukosten, um seine Fehler zu korrigieren und die Liebe seines Lebens
zurückzuerobern, bevor es zu spät ist.

Do 15.7. - So 18.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Der Spion
GB, USA 2020 Regie: Dominic Cooke
112 Minuten
Der britische Spionage-Thriller führt weit zurück in die Geschichte:
Angesiedelt in der Hochphase des Kalten Krieges, zur Zeit der kubanischen
Raketenkrise, erzählt er vom britischen Geschäftsmann Greville Wynne. Er
kooperierte mit einem sowjetischen Offizier, der den Westen mit zentralen
Informationen zum Vorgehen der Sowjets versorgte. „Der Spion“ ist ein auf
Tatsachen basierender, engagiert gespielter Film über das Schicksal zweier
gänzlich verschiedener Männer, die eine wichtige Rolle in der Kubakrise
spielten. Besonnen erzählt und in detailgetreue Bilder verpackt.
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Rachel Brosnahan

Do 15.7. - Mi 21.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Mrs. Taylor’s Singing Club
GB 2019 Regie: Peter Cattaneo
112 Minuten
Charismatisch und facettenreich liefert Ausnahmeschauspielerin Kristin Scott
Thomas in diesem britischen Feel-Good-Movie einen gelungenen Auftritt. Es
ist
nicht das erste Mal, dass die inzwischen 60jährige Oscar-nominierte
Hauptdarstellerin („Der englische Patient“) einen Film bravourös schultert.
Inspiriert von der wahren Geschichte einiger Ehefrauen britischer Soldaten,
die auf einer Militärbasis in England einen Pop-Chor gründeten, beschwört
Regisseur Peter Cattaneo („Ganz oder gar nicht“) die heilende Kraft der
Musik.
Der echte Chor wurde ein unerwarteter Medienhit. Er eroberte die britischen
Charts und führte zu fast 50 weiteren Chören von „Military Wives“, so der
Originaltitel in Großbritannien.

Mo 19.7. - Mi 21.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Mein Liebhaber, Der Esel & Ich
F 2020 Regie: Caroline Vignal
95 Minuten
Kaum bekommt die schwer verliebte Lehrerin vom verheirateten Geliebten einen
schnöden Korb, sinnt Madame Antoinette auf Rache. Spontan folgt sie Vladimir
bei dessen Wanderurlaub mit der Familie. Im Eifer des Gefechts lässt sich
die
eifersüchtige Heldin für die Trekking-Tour einen Begleit-Esel aufschwatzen.
Nach einem störrischen Start entwickelt sich das eigenwillige Grautier zum
Lasttier des Vertrauens. Der Wanderweg wird zunehmend zum Ziel der
Erkenntnis
für Antoinette. Nicht ohne Grund avancierte die quirlig charmante Komödie in
ihrer Heimat Frankreich zum Publikumsliebling.
Woche vom 22.07.2021 bis 28.07.2021

Do 22.7. - So 25.7. 19.00 Uhr Großer Saal
Kings of Hollywood
USA 2020 Regie: George Gallo
105 Minuten
Zwei Produzenten versuchen über einen Versicherungsbetrug für einen
heruntergekommenen Schauspieler ihre Schulden bei der Mafia loszuwerden –
haben aber nicht mit der Standhaftigkeit des alternden Ex-Westernstars
gerechnet. Die stargespickte Komödie spielt gekonnt mit Hollywood- sowie
Mafiafilm-Klischees und funktioniert als Satire auf die Verlogenheiten und
den
schönen Schein der Traumfabrik ausgesprochen gut. Da sind die überzogen
körperbetonten Slapstick-Einlagen zu verschmerzen. Darsteller: Robert De
Niro, Morgan Freeman, TommyLee Jones, Zach Braff

DDo 22.7. - Fr 23.7. 21.30 Uhr Großer Saal
972 Breakdowns – Auf dem Landweg nach New York
D 2019 Regie: Daniel von Rüdiger
115 Minuten
Was früher der Dia-Abend war ist heute die private Reisedokumentation. Im
Fall von „972 Breakdowns – Auf dem Landweg nach New York“ bedeutet das: Fünf
Freunde bei ihrer Motorradtour zu begleiten, die allerdings nicht immer aus
tatsächlicher Bewegung besteht, sondern – wie der Titel schon andeutet –
auch aus der Reparaturen der Motorräder. In Halle lernten sie sich während
ihres Kunststudiums kennen. Von Motorrädern haben sie zwar keine Ahnung,
dennoch machte sich das Quintett nach dem Studium auf eine kleine Tour. Ural
650 Motorräder wurden gewählt, besonders einfach gebaute Räder, deren
besondere Qualität vor allem darin liegt, dass sie keine speziellen
Einzelteile benötigen, sondern sich auch durch Improvisation reparieren
lassen. Auf dem Landweg nach New York soll es gehen, ein Vorhaben, bei dem
jeder mit Geographie vertraute stutzen dürfte, denn zwischen den Kontinenten
liegt bekanntermaßen die Beringstraße und die ist schon seit tausenden
Jahren eisfrei.

Sa 24.7. - So 25.7. 21.30 Uhr Großer Saal
Eine Frau mit berauschenden Talenten
Frankreich 2020 Regie: Jean-Paul Salomé
104 Minuten
Zu Recht gilt Isabelle Huppert als eine der größten Schauspielerinnen des
Weltkinos. In Komödien sieht man die glamouröse Denkerin und einstige
Chabrol-Muse freilich eher selten. Mit Regisseur Jean-Paul Salomé lässt sich
die Ikone des zeitgenössischen Autorenfilms bravourös auf dieses Genre ein.
Als schillernde Drogendiva führt sie die Polizei an der Nase herum. Eine
Paraderolle wie geschaffen für die faszinierende Darstellerin
vielschichtiger Frauengestalten. Ein turbulentes Komödien-Highlight für
ungezähmte Frauen, die sich ihre Unabhängigkeit in der Männerdomäne bewahren
wollen. Darsteller: Isabelle Huppert, Hippolyte Girardot

Do 22.7. - Mi 28.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Oeconomia
D 2020 Regie: Carmen Losmann
89 Minuten
Es ist eine einfache Frage, die den Grundstein dieses Dokumentarfilms bildet
und
einige Ökonomen vor die Schwierigkeit stellt, eine wirklich befriedigende
Antwort zu geben: „Woher kommt das Geld eigentlich?“ In der Ultima Ratio ist
die
Antwort auch einfach: Es wird geschöpft. Oder anders: Es entsteht bei der
Europäischen Zentralbank aus dem Nichts heraus. In ihrem Dokumentarfilm
„Oeconomia“ betrachtet Carmen Losman unser Wirtschaftssystem und kommt zu
einem
erschreckenden Ergebnis.

Mo 26.7. - Mi 28.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Tina
USA 2021 Regie: Daniel Lindsay
118 Minuten
Mit nunmehr 81 Jahren wird Tina Turner („Tina“ - so ikonisch ist sie, dass
nur
ein Vorname reicht) noch einmal gefeiert. Es ist ihr letztes Geschenk an die
Fans und markiert, zusammen mit einem Musical, dass 2019 uraufgeführt wurde,
das Ende ihrer Karriere, das Ende ihrer Öffentlichkeit. In gewisser Hinsicht
ein klassischer dokumentarischer Rückblick auf das Leben einer Künstlerin.
Es
beginnt mit dem Gründungsmythos von Ike und Tina Turner in den 1950er
Jahren,
als eine gerade einmal 17-jährige Tina, damals noch Anna Mae, den acht Jahre
älteren Ike traf.

Mo 26.7. - Mi 28.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Weißbier im Blut
D 2021 Regie: Jörg Graser
97 Minuten
In Jörg Grasers bizarr makaberer Kriminalgroteske läuft der begnadete
Kabarettist Sigi Zimmerschied zu Höchstform auf. Als grantelnder,
desillusionierter Kommissar Kreuzeder vom Morddezernat Passau nimmt er die
Ermittlungen zwischen Schweinsbraten und Weißbier nur widerwillig auf. In
einem Niederbayern, das um einige Nuancen schwärzer ist als im kultigen
Eberhofer-Kosmos, steht die Schuldfrage generell zur Disposition. Brigitte
Hobmeier als unkonventioneller Psychologin und last but not least „Mama
Bavaria“ alias Luise Kinseher, hat als patente Bedienung Gerda samt
kraftvoll
süffiger Dialoge ein Wörtchen mitzureden.
Woche vom 29.07.2021 bis 04.08.2021

Do 29.7. - So 1.8. 19.00 Uhr Großer Saal
Heimat Natur
D 2021 Regie: Jan Haft
95 Minuten
Jan Haft, Regisseur von "Das geheime Leben der Bäume" und "Die Wiese", führt
mit
seiner begeisternden Dokumentation unaufgeregt durch unsere Heimat, von der
Ostsee bis zu den Alpen. Wälder, Moore, Heiden, das Land in seiner ganzen
Pracht
– und darin immer die großen und kleinen Tiere, die hier leben und dafür
sorgen,
dass das Gleichgewicht erhalten bleibt. Aber der Mensch hat es zu oft aus
dem
Lot gebracht, so dass der Film für den Zuschauer Denkansätze liefert und ihn
anregt, sich für die Erhaltung der Heimat einzusetzen.

Do 29.7. - So 1.8. 21.15 Uhr Großer Saal
Nomadland
USA 2020 Regie: Chloé Zhao
110 Minuten
Von einer anderen Art des amerikanischen Traums erzählt Chloé Zhao in ihrem
dritten Film „Nomadland“, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen
ausgezeichnet
wurde und der Favorit bei den Oscars war . Menschen, die freiwillig als
Nomaden leben, durch die Weiten der USA ziehen und nach Unabhängigkeit und
Freiheit suchen, stehen im Mittelpunkt eines herausragenden, poetischen,
unprätentiösen Films – und eine wieder mal überragende Frances McDormand
(„Three Billboards…“). Über diese Menschen schrieb Jessica Bruder vor
einigen
Jahren ihr Buch „Nomaden der Arbeit: Überleben in Amerika im 21.
Jahrhundert“,
das nun von Chloé Zhao adaptiert wurde. Darsteller: Frances McDormand, David
Strathairn

Do 29.7. - So 1.8. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Persischstunden
D/Weißrussland 2020 Regie: Vadim Perelman
127 Minuten
„Erfindung einer Sprache“ nennt sich eine 2008 vom für seine Drehbücher
bekannten Wolfgang Kohlhaase aufgeschriebene und bereits als Hörspiel
umgesetzte Erzählung. Der US-kanadische Regisseur Vadim Perelman hat sie für
die Leinwand adaptiert, Lars Eidinger brilliert darin als Kommandant der
Küche
eines Übergangslagers, der sich von einem Gefangenen die persische Sprache
Farsi beibringen lässt, weil er nach dem Krieg in den Iran auswandern und
ein
Restaurant eröffnen will. Was der Hauptsturmführer nicht weiß: die Wörter,
die
er lernt, sind eine reine Phantasiesprache. Ob die Sache gut gehen wird,
daraus zieht „Persischstunden“ seine Spannung.