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  KINOPLAN für Monat April 2019


Woche vom 28.
03. bis 03.04.2019



Mo 1.4. - Mi 3.4. um 18.00 Uhr Großer Saal


A Star Is Born    135 min.     Oscarkandidat

USA 2018 Regie: BradleyCooper   Wunschfilm

Im dritten Remake des 1937er Hollywood-Klassikers „Ein Stern geht auf“ treten Bradley Cooper und Lady Gaga als Musikerpaar auf, dessen Liebe durch den Abstieg des einen und den Aufstieg der anderen auf eine Probe gestellt wird. Cooper übernahm erstmals die Regie und sang seine Songs selbst ein, während die Pop-Ikone Lady Gaga ihre erste Kinohauptrolle mit Bravour stemmt. Durch das gelungene Zusammenspiel der Mimen und die atmosphärische Inszenierung entsteht ein eingängiges, naturgemäß sehr musikalisches Liebesdrama.




Mo 1.4. - Mi 3.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der goldene Handschuh    110 min.     FSK 18

D 2019 Regie: Fatih Akin

Verfilmung des Bestsellerromans "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk. Fritz Honka lebt in den 1970er- Jahren im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Auf andere wirkt er wie ein Verlierer. Wenn Fritz nicht gerade als Hilfsarbeiter einer Tätigkeit nachgeht, verbringt er die Nächte gerne in der örtlichen Kiezkneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Denn zwischen Trinkern, Prostituierten und anderen Gestalten der Nacht, kann man einsamen Frauen am Besten näherkommen und ihnen nachstellen. Was keiner weiß: Der unscheinbar wirkende Mann mit Hornbrille und eingedrücktem Gesicht ist der wahrscheinlich berüchtigtste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit. Mit Vorliebe vergewaltigt, schlägt und erwürgt Fritz Honka seine Opfer in seiner Wohnung und zerstückelt anschließend die Leichen, ehe er sie entsorgt. Damit der Verwesungsgestank nicht überhandnimmt, verteilt er hunderte Wunderbäume in seiner Wohnung und wird lange Zeit nicht gefasst... Schrille und schräge Gangster-Parodie.




Mo 1.4. - Mi 3.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Anderswo. Allein in Afrika    103 min.    

D 2018 Regie: Anselm Nathanael Pahnke

15.000 Kilometer, 414 Tage, 15 Länder. Das sind die trockenen Fakten der langen Reise, die der Hamburger Anselm Nathanael Pahnke unternommen hat. Völlig auf sich allein gestellt ist er einmal quer durch Afrika gefahren – ausschließlich mit seinem Fahrrad. Entstanden ist eine intime, ebenso heitere wie mitreißende Reise- Dokumentation, die dem Kinobesucher aus einem sehr persönlichen Blickwinkel heraus die Vielfalt des afrikanischen Kontinents näherbringt.





Woche vom 04.
04. bis 10.04.2019



Fr 5.4. - So 7.4. um 16.15 Uhr Großer Saal


Checker Tobi... und das Geheimnis unseres Planeten    86 min.     ohne Altersbeschränkung

D 2018 Regie: Martin Tischner   Kinderkino

Seit 2013 checkt Tobias Krell im KIKA voller Neugierde und Wissensdurst wie die Welt funktioniert. Nun startet mit „Checker Tobi... und das Geheimnis unseres Planeten“ eine Kinoversion, die den Checker rund um die Welt führt, von der Südsee, über die Antarktis bis nach Indien, wo er versteht, wie essentiell Wasser für das Leben ist - und wie bedroht die Zukunft der Menschheit.




Do 4.4. - So 7.4. um 18.30 Uhr und
Mo 8.4. - Mi 10.4. um 16.00 Uhr + 20.45 Uhr Großer Saal


Monsieur Claude 2    105 min.    

Frankreich 2018 Regie: Philippe de Chauveron

Vor vier Jahren avancierte sie zum Publikumshit: Die schwarzhumorige, französische Familienkomödie über einen bourgeoisen Vater am Rande des Nervenzusammenbruchs, den seine Töchter Toleranz lehren. Nicht immer können Fortsetzungen an solche Erfolge nahtlos anknüpfen – hier schon: Regisseur Philippe de Chauveron zündet mit seinem turbulenten Culture-Clash-Streifen erneut ein Feuerwerk an pointiertem Witz und erfrischender, schonungsloser Provokation. Hauptdarsteller und Publikumsliebling Christian Clavier als „old school“-Repräsentant zwischen Zynismus und Lebenslust, bestens besetzte Nebenrollen, genaues Timing und eine verblüffende Leichtigkeit trotz des brisanten Themas machen diese charmant-bissige gesellschaftliche Gratwanderung zum idealen „Gute-Laune-Film“.




Do 4.4. - So 7.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Beale Street    119 min.    

USA 2018 Regie: Barry Jenkins

Zwei Jahre nach seinem überraschenden Oscar-Gewinner „Moonlight“ thematisiert Barry Jenkins in „Beale Street“ erneut die afro-amerikanische Gegenwart - auch wenn sein Film in den 70ern spielt. Basierend auf einem Roman von James Baldwin erzählt er von Liebe und Rassismus und vor allem der Ungerechtigkeit des amerikanischen Justizsystems. Tish und Alonzo sind ein Traumpaar, jung, ein wenig naiv, voller Hoffnung und Liebe. Doch nun können sie sich nur noch durch eine Glasscheibe sehen, denn Alonzo sitzt im Gefängnis, angeklagt, eine Puerto-Ricanerin vergewaltigt zu haben. Niemand, der ihn kennt, glaubt an seine Schuld, zumal er am Abend der Tat mit Tish und seinem alten Kumpel Daniel zu Hause war. Do 4.4. in OmdtU.




Do 4.4. - Fr 5.4. um 20.00 Uhr und
So 7.4. - Mi 10.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Wie gut ist deine Beziehung    111 min.    

D 2019 Regie: Ralf Westhoff

Screwball-Comedy kann hierzulande kaum einer, der Westhoff schon. Seine einfallsreiche WG-Komödie „Wir sind die Neuen“ lockte vor fünf Jahren fast 1 Million Besucher. Kopf, Herz und Zwerchfell beim Zuschauer dürfte nun auch der nächste Streich treffen. Des netten Helden gemütliche Beziehung wird aus der Bahn geworfen, als dessen bester Freund aus heiterem Himmel von der Freundin verlassen wird. Kleineren Selbstzweifeln folgen mittlere Krisengewitter und schließlich fast das Fiasko. Flottes Tempo, hübsches Figurenkarussell mit vergnüglich aufspielendem Ensemble sowie smarte Dialoge im Florett-Modus sorgen für ein gelungenes Kino-Vergnügen! Darsteller: Julia Koschitz, Friedrich Mücke, Bastian Reiber




Mo 8.4. - Mi 10.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Vorname    91 min.    

D 2018 Regie: Sönke Wortmann   Wunschfilm

Ein mehr als ungewöhnlicher Vorname ist Auslöser eines Familienstreits, der im Lauf eines Abendessens immer extremer wird. Basierend auf dem gleichnamigen französischen Film haben Sönke Wortmann und seine vier Hauptdarsteller viel Spaß, sich allerlei Bosheiten an den Kopf zu werfen, mit denen Scheinheiligkeiten und Vorurteile entlarvt werden. Darsteller: Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Janina Uhse, Justus von Dohnányi, Iris Berben





Woche vom 11.
04. bis 17.04.2019



Fr 12.4. - So 14.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Alfons Zitterbacke    68 min.     ab 6 Jahren

DEFA 1966 Regie: Konrad Petzold   Kinderkino

Alfons ist immer hilfsbereit und voller Einfälle. 60 Eier sollen ihm beachtlichen Bizeps bringen. Auf ungewöhnliche Art trainiert er für den Weltraumflug. Rummelplatzgespenstern lehrt er das Fürchten. - Höchst amüsante Geschichten um einen liebenswerten Pechvogel. Wiederentdecken oder neu kennenlernen- der Spaß für die ganze Familie. Zum Start der Neuverfilmung von „Alfons Zitterbacke“, als Beweis, dass das Original meistens doch besser ist als die Neuauflage – vor allem wenn man das Original geliebt hat.




Do 11.4. - So 14.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Kirschblüten & Dämonen    110 min.    

D 2019 Regie: Doris Dörrie

Ein gutes Jahrzehnt nach ihrem Erfolg mit dem rührenden Trauerdrama „Kirschblüten - Hanami“ knüpft die Filmemacherin Doris Dörrie an die Geschichte des Films an. In „Kirschblüten & Dämonen“ steht der von Golo Euler gespielte und bereits im Vorgänger präsente Karl im Mittelpunkt, dem seine toten Eltern nun als Geister erscheinen. Dörrie gelingt ein ästhetisch bebildertes und sehr stimmungsvolles, geradezu meditatives Drama, das vom Leben, vom Tod, der Liebe und dem Unbekannten zwischen Himmel und Erde erzählt. Darsteller: Birgit Minichmayr, Sophie Rogall, Elmar Wepper, Hannelore Elsner




Do 11.4. - So 14.4. um 21.00 Uhr und
Mo 15.4. - Mi 17.4. um 20.30 Uhr Großer Saal


Green Book    130 min.    

USA 2018 Regie: Peter Farrelly

Die stärksten Storys schreibt bekanntlich das Leben. So wie diese um einen latent rassistischen Einfaltspinsel, der in den 60er Jahren als Chauffeur für einen sehr gebildeten, schwarzen Musiker anheuert. Die Tour führt in den tiefsten Süden der USA - und die Abgründe der alltäglichen Diskriminierung. Aus dem ungleichen Duo werden alsbald ziemlich beste Freunde. In diese Freundschaft eingeschlossen wird auch der Zuschauer. Die beiden Helden haben durchaus ihre Ecken und Kanten. Ihrem unheimlichen Charme wird man freilich kaum widerstehen. Ebenso wenig der warmherzigen Botschaft. In zynischen Zeiten von Hass und Häme, werden humanistische, bewegende Filme zu publikumsträchtigen Leuchttürmen auf der Leinwand. Vergnüglichstes Arthaus-Kino in Bestform! Darsteller: Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardellini




Do 11.4. - So 14.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Berufung    120 min.    

USA 2018 Regie: Mimi Leder

Diese Frau hat Geschichte geschrieben. Und sie tut es bis heute: die Supreme Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg. Das spannende Biopic über die frühen Karrierejahre der inzwischen 85jährigen amerikanischen Gallionsfigur der Justiz und Amerikas Ikone der Gleichberechtigung kommt zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos. Die Anhörung des neuernannten Supreme Court Richters Bret Kavanaugh hat gezeigt, wie frauenfeindlich das gesellschaftliche Klima in Zeiten von #MeToo noch ist. Und wie dringend das Gericht starke, unabhängige Richterinnen wie Ruth Bader Ginsburg braucht. Eindrucksvoll erinnert Regisseurin Mimi Leder mit ihrer hoffnungsvollen Hommage, die zu keiner Minute ein trockenes Gerichtsdrama ist, wie hart Rechte erkämpft wurden. Darsteller: Felicity Jones, Armie Hammer, Katy Bates, Justin Theroux




Mo 15.4. - Mi 17.4. um 18.15 Uhr Großer Saal


Portugal – Der Wanderfilm    100 min.    

D 2019 Regie: Silke Schranz, Christian Wüstenberg

Die beiden Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben Portugal schon oft bereist und erkundet, doch eines Tages beschließen sie, genau dort weiterzumachen, wo sie sonst aufgehört haben. In ihrem Dokumentarfilm zeigen die beiden, wie aus der anfangs geplanten hundert Kilometer langen Wanderung auf der Rota Vicentina von Sagres nach Porto Covo später tausend Kilometer wurden. Mitunter passiert es, dass der Wanderweg plötzlich zu Ende ist, weil Felsen ins Meer gestürzt sind, oder sie bei Einbruch der Dunkelheit noch immer keine Unterkunft gefunden haben. Silke Schranz und Christian Wüstenberg berichten, wie sie diese Herausforderungen gemeistert haben und geben zusätzlich noch Ausflugstipps für Porto und Lissabon.




Mo 15.4. - Mi 17.4. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Der verlorene Sohn    115 min.    

USA 2018 Regie: Joel Edgerton

Ein junger Mensch wird in einem Umerziehungscamp von sadistischen Aufsehern einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen, um seinen Willen zu brechen. Nordkorea? Eine Diktatur? Eine Sekte? Nein, die USA im 21. Jahrhundert! Basierend auf dem autobiografischen Roman von Garrard Conley, schildert das höchst bewegende Drama die Leidensgeschichte des 19-jährigen Jared, der von seinem streng religiösen Vater gezwungen wird, an einer Konversionstherapie teilzunehmen, um von seiner Homosexualität „geheilt“ zu werden. Nach vielen Demütigungen beginnt der Teenager zu rebellieren und für ein Leben nach eigenen Vorstellungen zu kämpfen.- An der Seite von Nicole Kidman und Russell Crowe liefert Lucas Hedges als sensibler Held eine grandiose Vorstellung, deren Wahrhaftigkeit unter die Haut geht.





Woche vom 18.
04. bis 24.04.2019



Fr 19.4. - Mi 24.4. um 16.00 Uhr Großer Saal


Drachenzähmen leicht gemacht: Die geheime Welt    104 min.     ab 6 Jahren

USA 2019 Regie: Dean DeBlois   Kinderkino

Mit dem dritten Kinofilm über den Jungwikinger Hicks und den Drachen Ohnezahn führt Regisseur Dean DeBlois die Reihe nun zu Ende. Der Abschluss erfreut aber mit fantastischen Animationen.- Inzwischen wimmelt es in der Wikingersiedlung Berk nur so vor Drachen. Im Auftrag der Jäger soll der linkische Drachenfänger Grimmel mit dem Nachtschatten Ohnezahn das Alpha-Tier der Kolonie einfangen. Dafür wirft er mit der weißen Tagschatten- Drachin einen verführerischen Köder aus...




Do 18.4. - So 21.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Junge muß an die frische Luft    100 min.    

D 2018 Regie: Caroline Link   Tipp

Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was sowohl bei den Kunden im Krämerladen seiner Oma Änne als auch bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter Margret wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert und verliert ihren Geruchs- und Geschmackssinn, wodurch sie in eine tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz ist ratlos, aber Hans-Peter fühlt sich dadurch nur noch umso mehr angetrieben, sein komödiantisches Talent auszubauen... Verfilmung der Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft – Meine Kindheit und ich“ von Hape Kerkeling.




Do 18.4. - So 21.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Das Haus am Meer    107 min.    

Frankreich 2017 Regie: Robert Guédiguian

Ein Familiendrama das viel zwischenmenschliche Spannung aufbaut und mit einer sehr späten Wende erstaunt. - Ein Schlaganfall ihres Vaters bringt die drei Kinder in dessen Villa in einem Küstenort bei Marseille zusammen. Die erzwungene Familienzusammenkunft wühlt Vergangenes auf. Während der irreversibel geschädigte Vater den ganzen Film über komatös im Bett liegt oder auf der Terrasse sitzt, geraten die Schwingungen um ihn herum in Bewegung. Der mit dem Älterwerden hadernde Joseph streitet mit seiner mitgebrachten, viel jüngeren Geliebten Bérangère, die ihn nicht länger bemitleiden will. Der ruhige Armand fühlt sich mit der Verantwortung für den Vater alleingelassen. Und Angèle hat den Heimatort seit zwanzig Jahren nicht besucht, seit ihre kleine Tochter Blanche im Meer vor der Villa ertrank.




Do 18.4. - So 21.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour    107 min.    

D 2019 Regie: Cordula Kablitz-Post, Paul Dugdale

Eine Punkband auf Tour. Da denkt man an Alkohol und Exzesse, doch bei den Toten Hosen ist das inzwischen anders. Denn die Düsseldorfer Musiker sind Mitte 50 und so verläuft eine Tour, wie sie Cordula Kablitz-Post in ihrer Dokumentation beschreibt, eher kontrolliert und gesittet ab. So sind auch die Konzerte der Toten Hosen- Tour immer wieder Fanale gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechte. Nicht nur in dieser Hinsicht hat sich bei den Toten Hosen in ihrer über dreißigjährigen Bandgeschichte wenig geändert. Für Fans der deutschen Punklegenden ist der Film natürlich ein Muss.




Mo 22.4. - Mi 24.4. um 18.45 Uhr Großer Saal


Der junge Picasso    90 min.    

GB 2018 Regie: Phil Grabsky

Vielleicht dem wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts ist der Film gewidmet, für den Regisseur Phil Grabsky einen ungewöhnlichen Ansatz wählt: „Der junge Picasso“ ist nicht wie sonst üblich um eine große Sonderausstellung gebaut, sondern erzählt in klassisch dokumentarischer Manier von seinem Sujet.- „Im Herbst 1907 zeigte ein junger spanischer Maler seinen Freunden in Paris ein neues Gemälde. Sie waren so entsetzt, dass er die Leinwand wieder einrollte und das Gemälde zehn Jahre unter Verschluss hielt.“ Mit diesem geschickten Vorgriff beginnt die Geschichte, die etliche Jahre früher einsetzt und erzählt, wie aus einem talentierten Maler das Genie seiner Zeit wurde, das seiner Zeit schließlich so weit voraus war, das selbst seine avantgardistischen Freunde geschockt waren.




Mo 22.4. - Mi 24.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Bildbuch    85 min.    

Schweiz 2018 Regie: Jean-Luc Godard   Der besondere Film

Der mittlerweile fast 90-jährige Godard war in den 60er-Jahren einer der wichtigsten Vertreter der französischen „Nouvelle Vague“. Mit gesellschaftskritischen, stilistisch innovativen Filmen wie „Außer Atem“ oder „Elf Uhr Nachts“ sicherte sich der 2010 mit dem Ehren-Oscar fürs Lebenswerk prämierte Regisseur seinen Platz in der Filmgeschichte. Seit einigen Jahren widmet sich Godard assoziativen Arbeiten. Mit „Bildbuch“ führt er diese Tradition fort. - In „Bildbuch“ verschmelzen Realität und Fiktion. Godard nimmt sich alle nur erdenklichen künstlerischen Freiheiten und kreiert einen collagenartigen Gedankenfluss, der mitreißt. Voraussetzung: man lässt sich voll und ganz darauf ein und ist offen für Experimentelles. Das bildgewaltige, essayistische Werk untersucht die Verantwortung der Kunst, die Folgen gewaltverherrlichender Bilder und das Abgründige im Menschen.




Mo 22.4. - Mi 24.4. um 20.45 Uhr Großer Saal


Free Solo    98 min.    

USA 2018 Regie: Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi

Die „National Geographic“-Produktion „Free Solo“ erzählt davon, wie sich der Freeclimber Alex Honold, der acht Jahre davon geträumt hat, als erster ohne Sicherung den El Capitan im Yosemite Nationalpark in Kalifornien zu besteigen, dieser Herausforderung stellt. Die Dokumentation versteht es, dem Zuschauer verständlich zu machen, was Alex antreibt, wartet aber auch mit atemberaubenden Bildern auf, die einem den Atem stocken lassen. Ein grandioser Film – ein echtes Erlebnis! Oscar 2019 als bester Dokumentarfilm.





Woche vom 25.
04. bis 01.05.2019



Fr 26.4. - So 28.4. um 16.15 Uhr Großer Saal


Mia und der weiße Löwe    98 min.     ohne Altersbeschränkung

Frankreich/D 2018 Regie: Gilles de Maistre   Kinderkino

Über drei Jahre drehte der Dokumentarfilmer Gilles de Maistre an seinem ersten Spielfilm „Mia und der weiße Löwe“, der von der Freundschaft zwischen einem blonden Mädchen und einem weißen Löwen erzählt. Den Filmemachern gelingt ein berührender Naturfilm für die ganze Familie. Ein langjähriges Training mit den Tieren durch ‚Löwen-Flüsterer‘ Kevin Richardson ermöglichte einen atemberaubend natürlichen Umgang der Schauspieler mit den Löwen ohne jeglichen Einsatz von Tricktechnik – vor allem die Interaktion zwischen Charlie und Mia ist ausdrucksstark und sympathisch.




Do 25.4. - So 28.4. um 18.30 Uhr und
Mo 29.4. - Mi 1.5. um 18.15 Uhr Großer Saal


Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit    110 min.    

USA 2018 Regie: Julian Schnabel   Tipp

Vielleicht ist ein Künstler der Richtige, einen Film über einen Künstler zu drehen. Zumal es dem Maler und Filmemacher Julian Schnabel in „Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit“ weniger darum geht, einen klassischen biographischen Film zu drehen, als einen filmischen Weg zu finden, den besonderen Blick zu verstehen, den van Gogh auf die Welt hatte. Ein außerordentlicher Film über einen außerordentlichen Maler. - Darsteller: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaacs, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Niels Arestrup, Emmanuelle Seigner, Vincent Perez




Do 25.4. - So 28.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Wir    120 min.    

USA 2019 Regie: Jordan Peele

Nach seiner oscarprämierten Horrorsatire „Get Out“ kommt mit „Wir“ ein neuer, symbolträchtiger Albtraum von Jordan Peele in die deutschen Kinos, in dem Gut und Böse erst klar voneinander getrennt sind und dann immer mehr zu einer Einheit verschmelzen. Damit ist „Wir“ möglicherweise noch klüger als „Get Out“ - und ein Film, an den man sich ganz sicher noch lange erinnern wird. - Familie Wilson freut sich auf ihren langersehnten Urlaub. Sie fahren an einem sonnigen Wochenende nach Santa Cruz, um hier die Zeit am Strand zu genießen und endlich mal wieder ihre Freunde zu treffen. In ihrem Ferienhaus angekommen, fühlt sich Adelaide aber schon bald unwohl. „Wie eine große schwarze Wolke“ hängt eine Atmosphäre der Angst über ihr. Merkwürdige Zufälle häufen sich und in der besorgten Mutter entsteht der Wunsch, möglichst schnell wieder heimzufahren. Doch dazu soll es nicht kommen. Do 25.4. in OmdtU




Do 25.4. - So 28.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Christo – Walking on Water    97 min.    

Italien, USA 2018 Regie: Andrey M. Paounov

Der bulgarisch-amerikanische Künstler Christo ist berühmt für seine Aufsehen erregenden Installationen, wie etwa die Reichstagsverhüllung in Berlin. Seine spektakulären „Floating Piers“ im norditalienischen Iseo-See zogen im Sommer 2016 mehr als eine Million Menschen an. Fasziniert von seiner Idee „über Wasser zu wandeln“ spazierten Besucher aus aller Welt über drei Kilometer lange schwimmende Stege, die mit gelb-orange schimmerndem Gewebe überzogen waren. Die spannende Doku blickt hinter die Kulissen und verfolgt die turbulente Entstehungsgeschichte dieses gigantischen Projekts samt Hürden, Erfolgen und Widerständen. Ein sinnliches Kinoerlebnis, nicht nur für Kunstliebhaber.




Mo 29.4. - Mi 1.5. um 20.45 Uhr Großer Saal


100 Dinge    111 min.    

D 2018 Regie: Florian David Fitz   Wunschfilm

Witz koordiniert mit Tiefgang. Dafür steht Florian David Fitz. Erneut gelingt dem Münchner Schauspieler und Drehbuchautor mit seiner dritten Regiearbeit gekonntes Unterhaltungskino. Die Situationskomik seiner Buddykomödie funktioniert. Und mit witzig, schnoddrigen Dialogen manövrieren sich die derzeit beliebtesten Schauspiel-Beaus Deutschlands Mathias Schweighofer und Florian David Fitz durch absurde Szenen. Die Erkenntnis, dass uns Dinge nicht glücklich machen und wir weniger Sachen brauchen, als wir haben, ist dabei der Angelpunkt ihres Abenteuers. Inspiriert vom Dokumentarfilm des jungen finnischen Filmemacher Petri Luukkainen „My Stuff“ kann die Komödie durchaus nachweihnachtliches Nachdenken über Konsumgesellschaft und Überfluss auslösen. - weitere Darsteller: Miriam Stein, Hannelore Elsner, Maria Furtwängler, Katharina Thalbach, Wolfgang Stumph




Mo 29.4. - Mi 1.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

The Sisters Brothers    121 min.    

Frankreich, USA, Spanien 2018 Regie: Jacques Audiard

Leichen pflastern ihren Weg. Die Brüder Eli und Charlie gelten als große Kaliber im Killer-Kosmos, für ein paar Dollar mehr erledigt das skrupellose Duo für den geheimnisvollen „Commodore“ die tödlichen Aufträge. Ein wichtiger Deal gerät außer Kontrolle, als ihr Kontaktmann zum Konkurrenten mutiert und sich mit einem geplanten Opfer, dem Erfinder einer Wunderformel für Goldgräber, anfreundet. Vor dem großen Showdown stehen noch allerlei Scharmützel sowie Familien-Streitigkeiten für die Revolverhelden an. Mit Hollywood-Stars im Sattel, gibt Venedig-Gewinner Jacques Audiard dem amerikanischen Mythos so lässig wie originell die französischen Sporen. - Darsteller: John C. Reilly, Joaquin Phoenix, Jake Gyllenhaal