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  KINOPLAN für Monat Juni 2019


Woche vom 30.
05. bis 05.06.2019



Do 30.5. - So 2.6. um 18.30 Uhr und
Mo 3.6. - Mi 5.6. um 18.00 Uhr Großer Saal


Edie – Für Träume ist es nie zu spät    102 min.    

GB 2017 Regie: Simon Hunter

Bekannte Muster variiert Simon Hunter in seinem Film „Edie“, der eine ältere Person auf einem letzten Abenteuer zeigt. Jahrzehnte war Edie mit George verheiratet, eine Ehe, die ebenso freudlos und grau war, wie das Reihenhaus, in dem das Paar seit ewigen Zeiten lebt. Schon vor 30 Jahren hat George einen Schlaganfall erlitten und sitzt seitdem im Rollstuhl. Nachdem George eines morgens stirbt, versucht ihre Tochter Nancy Edie möglichst bald in ein Altersheim abzuschieben. Doch Edie ist nach Jahrzehnten des ständigen Ärgers über ihr Leben verbittert und widerborstig. Da ist ein langgehegten Traum, den George einst verhinderte: Den Suliven zu besteigen, einen markant aufragenden Berg in den schottischen Highlands. Gesagt, getan, macht sich Edie auf eigene Faust auf den Weg und sieht sich so sehr mit einer neuen Umgebung, mit unbekannten Menschen konfrontiert, wie schon seit langen nicht mehr. Darsteller: Sheila Hancock, Kevin Guthrie, Amy Manson




Do 30.5. - So 2.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Greta    98 min.    

USA 2018 Regie: Neil Jordan

Die junge Frances (Chloë Grace Moretz) ist neu in der Großstadt New York City und hat noch nicht viel vom Leben gesehen. Als sie in der U-Bahn eine vergessene Handtasche findet, ist es für sie selbstverständlich, dass sie das Fundstück zu dessen ursprünglicher Besitzerin zurückbringt. So trifft sie auf die Witwe Greta (Isabelle Huppert), eine einsame und etwas eigentümliche Pianistin, die sich nach dem Tod ihres Mannes und mit ihrer eigenen weit weg lebenden Tochter nach Gesellschaft sehnt. Doch deren Motive erweisen sich als recht fragwürdig und ihre Methoden münden in Manipulationsversuchen.




Do 30.5. - So 2.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

The Favourite – Intrigen und Irrsinn    120 min.    

GB 2018 Regie: Yorgos Lanthimos   Wunschfilm

Einen waschechten Kostümfilm hätte man vom griechischen Regisseur Yorgos Lanthimos kaum erwartet, doch sein Film ist weniger gediegen als wahnsinnig, betont weniger das oberflächliche Zeremoniell zu Hofe, als die allzu menschlichen Triebe, die sich hinter der Fassade verbergen. Ein bitterböser, brillanter Film. - Der englische Hof im frühen 18. Jahrhundert. Nominell regiert Königen Anne das Königreich, doch die Regentin schlägt sich mit allerlei Krankheiten rum und beschäftigt sich lieber mit ihrer bunten Galerie Hasen, als mit den Streitigkeiten zu Hof und vor allem der Außenpolitik. So ist es ihre Hofdame Lady Sarah Churchill, Gattin von Lord Marlborough, seines Zeichens Kommandant der britischen Armee und in einen Krieg mit Frankreich verwickelt ist, die Anne einflüstert und manipuliert. - Darsteller: Olivia Colman, Rachel Weisz, Emma Stone, Nicholas Hoult




Mo 3.6. - Mi 5.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Renoir    101 min.    

Frankreich 2012 Regie: Gilles Bourdos   Wunschfilm

Zauberhaft melancholisch und mit großartigen Bildern – so präsentiert Gilles Bourdes seinen Film über Auguste Renoir und seine letzte Muse, die schließlich zu seinem Sohn Jean findet, der später als Filmregisseur weltberühmt werden wird. In der heiteren Landschaft der französischen Mittelmeerküste entwickelt sich die ruhig erzählte Geschichte zwischen dem alten Mann, seinem Sohn und der jungen Andrée, die als Renoirs Modell Eingang findet in die Welt des Künstlers, der wie ein absoluter Herrscher seinen Hofstaat aus Frauen regiert. Hier kann man so richtig schwelgen: in den Farben des ewigen Frühlings, von dem der alte Renoir nur noch träumen kann, und in der Schönheit der Jugend – verkörpert durch die elfenhaft zarte Andrée. Der Film ist weit mehr als die Biographie eines bedeutenden Künstlers: eine Sinfonie betörender Bilder. Darsteller: Michel Bouquet, Christa Theret, Vincent Rottiers




Mo 3.6. - Mi 5.6. um 20.30 Uhr Großer Saal


25 km/h    116 min.    

D 2018 Regie: Markus Goller

Auf uralten, klapperigen Mofas machen sich zwei Brüder auf den Weg zu einer Reise, die sie einander, vor allem aber sich selbst näherbringen. Klischeehaft, aber auch klassisch ist der Ansatz von Markus Gollers sehr langsamen Road-Movie, das von seiner entspannten Gangart und seinen ebenso entspannten, sympathischen Hauptdarstellern lebt.- In Jugenderinnerungen schwelgend, als sie angetrunken durch die nächtlichen Dorfstraßen brausen, sagt Christian: Jetzt oder nie. Nach kurzem Zögern macht Georg mit und die Reise durch Deutschland und zu sich selbst beginnt. - Darsteller: Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Sandra Hüller, Jella Haase, Franka Potente, Alexandra Maria Lara, Wotan Wilke Möhring, Jördis Triebel





Woche vom 06.
06. bis 12.06.2019



Do 6.6. - So 9.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit    110 min.    

USA 2018 Regie: Julian Schnabel   Tipp

Vielleicht ist ein Künstler der Richtige, einen Film über einen Künstler zu drehen. Zumal es dem Maler und Filmemacher Julian Schnabel in „Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit“ weniger darum geht, einen klassischen biographischen Film zu drehen, als einen filmischen Weg zu finden, den besonderen Blick zu verstehen, den van Gogh auf die Welt hatte. Ein außerordentlicher Film über einen außerordentlichen Maler. - Darsteller: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaacs, Mads Mikkelsen, Mathieu Amalric, Niels Arestrup, Emmanuelle Seigner, Vincent Perez




Do 6.6. - So 9.6. um 21.00 Uhr und
Mo 10.6. - Mi 12.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Fall Collini    118 min.    

D 2019 Regie: Marco Kreuzpaintner

Es ist sicher nicht einfach, über ein halbes Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkrieges Interesse zur Geschichte nationalsozialistischer Verbrechen zu wecken. Doch Regisseur Marco Kreuzpaintner gelingt es mit seinem exzellent besetzten Drama noch einmal Licht ins Dunkel dieses immer wieder verdrängten Kapitels zu bringen. Basierend auf dem Justiz-Roman des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach beleuchtet er spannend einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte. Mit Hauptdarsteller Elyas M’Barek als idealistischen Junganwalt erschließt sich hoffentlich auch der jüngeren Generation dieses wichtige, komplexe Thema. Denn die Schlussstrichmentalität der Nachkriegsgesellschaft mit der verordneten „Gnade der späten Geburt“ kann keine Lösung sein. Darsteller: Elyas M'Barek, Alexandra Maria Lara, Franco Nero, Heiner Lauterbach




Do 6.6. - So 9.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Gundermann    128 min.     Deutscher Filmpreis 2019

D 2018 Regie: Andreas Dresen

Bei Andreas Dresen ist man immer „mittendrin statt nur dabei“. Im Falle von „Gundermann“ erleben wir hautnah und ungekünstelt, was es bedeutet, seine Vergangenheit zu verdrängen und was passiert, wenn sie uns über Umwege doch heimsucht. Im Mittelpunkt der Erzählung: Alexander Scheer als Liedermacher und Ex-Stasi-Spitzel Gerhard Gundermann. - Gerhard „Gundi“ Gundermann ahnt noch nicht, dass er später einmal einer der prägendsten Künstler der Nachwendezeit sein wird. Als er in den Achtzigerjahren mit seinen Musikern durch die Clubs tourt, ist das Geldverdienen mit seiner Musik noch nicht einmal sein Hauptanliegen. Stattdessen möchte er seine einfühlsamen, oft auf echten Erlebnissen beruhenden Texte mit der Welt teilen. - Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Milan Peschel, Bjarne Mädel




Mo 10.6. - Mi 12.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour    107 min.    

D 2019 Regie: Cordula Kablitz-Post, Paul Dugdale

Eine Punkband auf Tour. Da denkt man an Alkohol und Exzesse, doch bei den Toten Hosen ist das inzwischen anders. Denn die Düsseldorfer Musiker sind Mitte 50 und so verläuft eine Tour, wie sie Cordula Kablitz-Post in ihrer Dokumentation beschreibt, eher kontrolliert und gesittet ab. So sind auch die Konzerte der Toten Hosen-Tour immer wieder Fanale gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechte. Nicht nur in dieser Hinsicht hat sich bei den Toten Hosen in ihrer über dreißigjährigen Bandgeschichte wenig geändert. Für Fans der deutschen Punklegenden ist der Film natürlich ein Muss.




Mo 10.6. - Mi 12.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Atlas    100 min.    

D 2018 Regie: David Nawrath

Absolut empfehlenswert: Die Geschichte vom Möbelpacker Walter, der sich plötzlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht, ist so dicht und spannend wie ein Thriller und passt doch in keine Schublade. Der Schauplatz ist Frankfurt am Main - ohne den glitzernden Charme der Hochfinanz, doch in einem extrem glaubwürdigen Umfeld, das wie ein Spiegel bundesdeutsche Wirklichkeit reflektiert. David Nawrath gelingt das Kunststück, seine Story ruhig und mit stetig wachsender Dramatik zu erzählen. Das tolle Ensemble führt Rainer Bock als Walter an. Kurz und gut: Der kleine Film ist ein Stück beeindruckend kraftvolles Arthouse-Kino. Darsteller: Rainer Bock; Albrecht Schuch





Woche vom 13.
06. bis 19.06.2019



Do 13.6. - Mi 19.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Britt-Marie war hier    97 min.    

Schweden 2019 Regie: Tuva Novotny

40 Jahre dasselbe Leben, dieselbe Routine, dieselben Listen, die man Tag für Tag abarbeitet. Eintönig, aber irgendwie auch heimelig - zumindest für Britt-Marie,der man nachsagt, dass sie eine leidenschaftlich passiv-aggressive Tante sei, und deren Leben sich erst ändert, als ihr Mann Kent einen Herzinfarkt hat und herauskommt, dass er sie betrügt. Sie verlässt ihn, sucht sich einen Job, für den sie nicht qualifiziert ist und fängt ein neues Leben an, weil es nie zu spät ist, alten Ballast über Bord zu werfen und sich neue Perspektiven zu erarbeiten. Die Verfilmung des Romans von Fredrick Backman („Ein Mann namens Ove“) ist eine gelungene Mixtur aus Drama und Komödie und mit Pernilla August wundervoll besetzt.




Do 13.6. - So 16.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


Green Book    130 min.    

USA 2018 Regie: Peter Farrelly

Die stärksten Storys schreibt bekanntlich das Leben. So wie diese um einen latent rassistischen Einfaltspinsel, der in den 60er Jahren als Chauffeur für einen sehr gebildeten, schwarzen Musiker anheuert. Die Tour führt in den tiefsten Süden der USA - und die Abgründe der alltäglichen Diskriminierung. Aus dem ungleichen Duo werden alsbald ziemlich beste Freunde. In diese Freundschaft eingeschlossen wird auch der Zuschauer. Die beiden Helden haben durchaus ihre Ecken und Kanten. Ihrem unheimlichen Charme wird man freilich kaum widerstehen. Ebenso wenig der warmherzigen Botschaft. In zynischen Zeiten von Hass und Häme, werden humanistische, bewegende Filme zu publikumsträchtigen Leuchttürmen auf der Leinwand. Vergnüglichstes Arthaus-Kino in Bestform! Darsteller: Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardellini




Do 13.6. - So 16.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Nur eine Frau    97 min.    

D 2018 Regie: Sherry Hormann

Ein Mann erschießt eine junge Frau auf offener Straße. Drei Schüsse aus nächster Nähe. Die Frau ist seine Schwester. Ein Mord „im Namen der Ehre“. In ihrem aufrüttelnden Drama zeigt Regisseurin Sherry Hormann die Hintergründe dieses realen Frauen- Schicksals im Berlin unserer Tage. Mit ungewöhnlichen Stilmitteln und einer außergewöhnlichen Erzählstruktur gelingt ihr ein authentischer Einblick in diese erschütternde Tragödie. Gleichzeitig ist ihr Film auch eine Hommage an die ungeheure Stärke einer jungen Frau, die im gnadenlosen Patriarchat um Selbstbestimmung kämpft. Zu Recht vertraut Sherry Hormann dabei auf ihre großartige Hauptdarstellerin Almila Bagriacik.




Mo 17.6. - Mi 19.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


High Life    110 min.    

D, Frankreich, USA 2018 Regie: Claire Denis

Der Weltraum, unendliche Weiten. Und plötzlich schreit da ein Baby. Wenn Frankreichs eigenwillige Arthaus-Diva Claire Denis einen Ausflug ins Science-Fiction Genre unternimmt, fällt das Ergebnis erwartungsgemäß ungewöhnlich aus. Eine Gruppe Sträflinge begibt sich auf eine brenzlige Raumschiff-Mission. Die dubiose Bordärztin will mit Fortpflanzungsexperimenten die Herrin über neues Leben werden. All das wird als Kammerspiel im All mit reichlich Rückblenden samt verruchter Sex-Sequenzen inszeniert: Begierden-Odyssee im Weltraum! Mit Ex-Vampir-Hübschling Robert Pattinson sowie Oscar- Preisträgerin Juliette Binoche an Bord.




Mo 17.6. - Mi 19.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Van Gogh und Japan    85 min.    

GB 2018 Regie: David Bickerstaff

Passend zum neuen Film über Van Gogh zeigen wir diesen Dokumentarfilm aus der Reihe Exhibition on Screen. Der Film erkundet einen bisher wenig bekannten Aspekt im Schaffen von Van Gogh – den tiefgreifenden Einfluss Japans auf sein künstlerisches Schaffen. Die Begegnung mit japanischen Kunstwerken in Paris gab seiner Arbeit eine ganz neue aufregende Richtung. Er verließ Paris um nach Südfrankreich zu gehen, einer Region, von der er glaubte, sie käme Japan am nächsten. Der Film beleuchtet die produktiven, aber auch schwierigen Jahre , die nach dem Umzug folgten. Von Frankreich führt die Reise in die Niederlande bis nach Japan, um dort das Erbe zu erkunden, das Van Gogh so sehr geprägt hat. Ein berauschendes, visuelles Fest!





Woche vom 20.
06. bis 26.06.2019



Do 20.6. um 18.00 Uhr Großer Saal


Lou Andreas Salome    113 min.    

D 2016 Regie: Cordula Kablitz-Post

Eine Veranstaltung des SWK Chemnitz. - Eine außergewöhnliche Frau, ein außergewöhnliches Leben; geliebt von Paul Reé, begehrt von Friedrich Nietzsche, ist erst Rainer Maria Rilke „ihr das erstmalig Wirkliche gewesen“. Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke – ein ‚ungewöhnlich und auffallendes Paar, alle Blicke auf sich ziehend, wenn sie Hand in Hand flanierten. Lou als ‚große, etwas füllige Frau, sehr stattlich, im offensichtlich selbst genähten Reformkleid.‘ Der mittelgroße, schlanke Rilke ‚mit seiner Lodenjacke und dem extravaganten Filzhut wie ein Dichter par excellence‘…(Sofia N. Schill) - Nähern wir uns den Facetten dieser Persönlichkeit, die ihrer Zeit weit voraus war. Dabei wird Sie die Psychoanalytikerin Dr. Evelyn Christina Becker aus Leipzig begleiten. Eintritt: 10,- erm 7,- Euro




Fr 21.6. - So 23.6. um 18.30 Uhr und
Mo 24.6. - Mi 26.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der Klavierspieler vom Gare du Nord    106 min.    

Frankreich 2018 Regie: Ludovic Bernard

Die Musik ist das große Geheimnis des 20-jährigen Mathieu Malinski. Es ist ein Thema, über das er nicht wagt, in seinem Vorort zu sprechen. Denn hier hängt das große Musik- Talent lieber einfach nur mit seinen Kumpels ab und vergeudet seine Zeit. Manchmal sitzt er an einem öffentlichen Klavier in Paris und spielt nur für sich. Pierre Geitner ist einer, der Mathieus Talent bemerkt und ihn gerne fördern möchte. Das ist leichter gesagt als getan, denn Mathieu hat schon zu oft Enttäuschungen erlebt, um sein Glück endlich annehmen zu können, also weist er Pierre ab. Eines Tages begeht Mathieu mit seiner Gruppe einen Einbruch, was alle direkt hinter Gittern bringt. Der Direktor des nationalen Konservatoriums für Musik in Paris, kein geringerer als Pierre Geitner, hat Sozialstunden in seiner Institution zu vergeben. Kurzerhand wird die übrige Haftstrafe in Sozialstunden umgewandelt und Pierre meldet Mathieu zum renommiertesten Klavierwettbewerb des Landes an... Mit Jules Benchetrit , Lambert Wilson, Kristin Scott Thomas




Do 20.6. - So 23.6. um 21.00 Uhr und
Mo 24.6. - Mi 26.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Rocketman    121 min.     Do in OmdtU

GB 2019 Regie: Dexter Fletcher

In der Mitte der 1960er-Jahre lebt mit Reginald Dwight ein unscheinbarer, normaler Junge in einem Vorort von London. Etwas dick und viel zu schüchtern, fühlt er sich erst am Klavier so richtig wohl und kommt aus sich heraus. Später kommt er endlich zu seiner größten Leidenschaft: Dem Rock 'n' Roll. Doch mit dem Namen Reginald Dwight wird es der junge Musiker nicht weit bringen. Kurzerhand benennt er sich in Elton John um und seinem kometenhaften Aufstieg steht nichts mehr im Wege, denn erst mal auf der Bühne ist vom schüchternen Reggie nicht mehr viel übrig. Innerhalb kürzester Zeit landet Elton John mit seinen Songs ganz weit oben in den Charts, schreibt einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen und seine Kostüme werden mit jedem Auftritt exzentrischer. Doch Elton wird klar, dass er nicht auf ewig ein Rocketman sein kann, denn nach jedem steilen Aufstieg kann auch ein tiefer Fall kommen... Darsteller: Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden ( Do in OmdtU )




Do 20.6. - So 23.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Once Again – Eine Liebe in Mumbai    98 min.    

D/Indien 2018 Regie: Kanwal Sethi

Auch in einer Millionenmetropole kann es einsame Menschen geben – quer durch alle Gesellschaftsschichten. Die in Mumbai spielende Romanze erzählt von einem einsamen indischen Filmstar, der sich regelmäßig von der Köchin Tara mit Mahlzeiten beliefern lässt und nach einer langen Zeit oft langer Telefonate mit ihr irgendwann das Bedürfnis verspürt, sich mit ihr zu treffen. Behutsam und vorsichtig begleitet der Film das Kennenlernen und Sich-näher-kommen der beiden. Musikalisch von subtiler indischer klassischer Musik untermalt (Talvin Singh), lässt sich der Film Zeit, damit sich diese leise bebilderte Midlife-Romanze vorsichtig entwickeln kann. Dabei kommt den poetisch und sinnlich gefilmten Szenen in der Küche bei der Essenszubereitung eine ebenso große Aufmerksamkeit zu wie dem „cruisen“ im Luxusauto durch die belebten Straßen Mumbais oder dem Wehen eines Schals oder Tuchs im Wind.




Mo 24.6. - Mi 26.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Das schönste Paar    97 min.    

D 2018 Regie: Sven Taddicken

Wie kann eine Beziehung nach einem brutalen Angriff weitergehen? Wie geht die Frau damit um, vergewaltigt worden zu sein, wie der Mann, hilflos gewesen zu sein? Diese Fragen beschäftigen Sven Taddicken in diesem Beziehungsdrama, das trotz einer konstruierten Geschichte mit Wucht und Emotionalität überzeugt. - Malte und Liv befinden sich im Urlaub auf einer Insel im Mittelmeer. Alles ist schön und perfekt, das Paar fühlt sich frei und glücklich, hat Sex an einem scheinbar abgelegenen Strand. Doch sie werden beobachtet, von Sascha und seinen Freunden. Am Abend dringen die Jugendlichen in das Appartement des Paares ein, scheinbar ohne Ziel, getrieben von ihrer Stärke, ihrem Wunsch, zu provozieren. Darsteller: Maximilian Brückner, Luise Heyer, Florian Bartholomäi, Jasna Fritzi Bauer





Woche vom 27.
06. bis 03.07.2019



Do 27.6. - So 30.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Monsieur Claude 2    105 min.    

Frankreich 2018 Regie: Philippe de Chauveron

Vor vier Jahren avancierte sie zum Publikumshit: Die schwarzhumorige, französische Familienkomödie über einen bourgeoisen Vater am Rande des Nervenzusammenbruchs, den seine Töchter Toleranz lehren. Nicht immer können Fortsetzungen an solche Erfolge nahtlos anknüpfen – hier schon: Regisseur Philippe de Chauveron zündet mit seinem turbulenten Culture-Clash-Streifen erneut ein Feuerwerk an pointiertem Witz und erfrischender, schonungsloser Provokation. Hauptdarsteller und Publikumsliebling Christian Clavier als „old school“-Repräsentant zwischen Zynismus und Lebenslust, bestens besetzte Nebenrollen, genaues Timing und eine verblüffende Leichtigkeit trotz des brisanten Themas machen diese charmant-bissige gesellschaftliche Gratwanderung zum idealen „Gute-Laune-Film“.




Do 27.6. - Fr 28.6. + So 30.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der goldene Handschuh    110 min.     FSK 18

D 2019 Regie: Fatih Akin

Verfilmung des Bestsellerromans "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk. Fritz Honka lebt in den 1970er-Jahren im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Auf andere wirkt er wie ein Verlierer. Wenn Fritz nicht gerade als Hilfsarbeiter einer Tätigkeit nachgeht, verbringt er die Nächte gerne in der örtlichen Kiezkneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Denn zwischen Trinkern, Prostituierten und anderen Gestalten der Nacht, kann man einsamen Frauen am Besten näherkommen und ihnen nachstellen. Was keiner weiß: Der unscheinbar wirkende Mann mit Hornbrille und eingedrücktem Gesicht ist der wahrscheinlich berüchtigtste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit. Mit Vorliebe vergewaltigt, schlägt und erwürgt Fritz Honka seine Opfer in seiner Wohnung und zerstückelt anschließend die Leichen, ehe er sie in der entsorgt. Damit der Verwesungsgestank nicht überhandnimmt, verteilt er hunderte Wunderbäume in seiner Wohnung und wird lange Zeit nicht gefasst... Schrille und schräge Gangster-Parodie.




Do 27.6. - So 30.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Zwischen den Zeilen    107 min.    

Frankreich 2018 Regie: Olivier Assayas

Regisseur Olivier Assayas setzt sich mit Hilfe seiner Figuren damit auseinander, dass die Welt immer im Wandel ist. Exemplarisch zeigt sich das am Buchgeschäft, das von der Digitalisierung gänzlich neu erfunden wird. Das beschäftigt die Hauptfiguren, aber mehr und mehr geht es um ihr persönliches Leben, ihre Affären und Liebschaften, ihre Treue und Untreue und die Frage, wie man in Zeiten des Wandels bewahrt, was einem lieb ist. Das packt Assayas in spritzige, sehr pointierte Dialoge, die „Zwischen den Zeilen“ auch sehr humorvoll werden lassen. Darsteller: Juliette Binoche, Guillaume Canet, Vincent Macaigne, Nora Hamzawi